Reset-Button! Aber erst morgen…

Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich endlich wieder, hab ein paar stressige Wochen hinter mir, und das wird noch bis Mitte September so weiter gehen. Wie Julia das super formuliert hat, bin ich auch in einem Sommer-Loch gewesen bis gestern Abend. Keine Ahnung wie ich wieder auferstanden bin, aber ich musste mich einfach zusammen raffen. Solche Momente hab ich wirklich sehr selten, wo ich keinen Sport machen kann und will, und auch mit der Ernährung. Die Ernährung vor allem hab ich ziemlich schleifen lassen die letzten 2 Wochen, ich war froh, dass ich bloß eine Chips-Tüte zu Hause rum liegen hatte, wer weiß was sonst noch geschehen wäre in den eigenen vier Wänden. Das ist auch wirklich sehr untypisch für mich, vor allem hatte ich nicht mal Lust auf was fettiges oder süßes, und trotzdem hab ichs einfach gegessen.

Den Reset-Button wollte ich eigentlich heute schon betätigen, aber heute gibt es Pommes mit Veggie-Würstchen, und das will ich mir nach der doofen Klausur nicht entgehen lassen 😀

Aber heute wollte ich eigentlich mal über etwas schreiben, was ich liebe: Tee.

Und zwar nicht nur über irgendeinen Tee, nein, über die Königin des Tees: Matcha!

Matcha wurde vor über 800 Jahren von Mönchen erfunden für ihre Zeremonien. Matcha kommt aus Japan und heißt „gemahlener Tee“. Denn genau so sieht er auch aus: der Matcha ist ein sehr feines Pulver.

Matcha wird größtenteils nur in Japan hergestellt, denn dort kommt die beste Qualität her. Nur wenige Teebauern beherrschen die hohe Kunst der Matcha-Produktion. Von 78.000 Tonnen Matcha, die in Japan produziert werden, gehen gerade einmal 2420 Tonnen in den Export, da die Japaner selbst diesen Tee konsumieren und der Matcha hier erst seit den letzten 1-2 Jahren beliebter geworden ist.

Für Matcha werden die Blätter der Tencha-Teepflanze zu feinem Pulver gemahlen. Matcha gehört zu den Schattentees: Vier Wochen vor der Ernte werden die Teeplantagen mit Netzen oder Bambusmatten abgedeckt. Durch das reduzierte Sonnenlicht produzieren die Blätter mehr Chlorophyll, entwickeln ihre typische grüne Farbe und den feinen, frischen, leicht süßlichen Geschmack. Nach der Ernte behandeln die Bauern die Blätter mit Wasserdampf und trocknen sie. Vor dem Mahlen mit traditionellen japanischen Granitsteinmühlen werden die Blätter von Blattrippen und dem Strunk getrennt – nur der wertvollste Teil des Blattes wird zu Pulver verarbeitet.

Doch was macht den Matcha nun so besonders?
Matcha ist ein Wachmacher, er enthält relativ viel Koffein, ist also vergleichbar mit Kaffee. Nur gesünder, da es daneben noch viele Antioxidantien vorzuweisen hat. Die Wirkung des Koffeins ist nicht wie bei Kaffee ein „Schub“ den man hat und der darauf wieder abflacht, sondern der Effekt hält bei Matcha ca. 3-6 Stunden an.
Man sagt grünem Tee nach, dass er sehr gesund sei, das Krebs-Risko verringe, genau so auch beim schlank-werden hilft. Genau das selbe trifft auch auf den Matcha zu, nur um einiges verstärkter, da man beim Matcha nicht die Extrakte trinkt wie beim normalen aufgebrühten Tee, sondern das Pulver.
Klar hat das ganze auch seinen Preis, man zahlt 16€ aufwärts für eine Dose mit gerade einmal 30g. Ich persönlich trinke diesen Tee nicht unbedingt wegen seiner ganzen positiven Eigenschaften, sondern weil ich die Zeremonie beim zubereiten genieße. Sie kostet mich zwar nur höchstens 2 Minuten, aber es tut mir gut einfach da zu sitzen mit meiner handgefertigten Matcha-Schale. Ich denke der Tee ist auch eher etwas für Teeliebhaber, aber vielleicht haben wir unter uns ja noch andere außer mir?  🙂

Zeremonie:

DSC_0673

Man braucht einiges an Zubehör um Matcha zu machen: einen Bambus-Besen, den „Chasen“, einen Bambus-Löffel namens „Chashaku“ und eine Matcha-Schale, die ist aber nicht zwingend notwendig. Und was man nicht vergessen darf: Matcha-Pulver!

DSC_0681

Zuerst nimmt man mit dem Bambus-Löffel 1-2 Häufchen (siehe oben) und gibt sie in die Schale. Für einen perfekten Matcha gibt man danach ein klein wenig kaltes (!) Wasser hinzu und rührt mit dem Besen, bis alle Klumpen weg sind. Danach gibt man ca. 80°C heißes Wasser hinzu und rührt kräftig, bis sich oben eine Schaum-Schicht bildet. Fertig ist der Matcha!

Es gibt aber auch große Unterschiede in der Qualität der Matcha-Pulver, je hochwertiger der Matcha ist, desto mehr kostet er. Normalerweise würde man sagen, man fängt unten an und arbeitet sich hoch, nur beim Matcha ist das so eine Sache.. die qualitativ hochwertigeren schmecken viel milder als die günstigeren, daher kann es sein, dass man den günstigen für 16€ kauft und sich sagt „das schmeckt mir nicht“ und es nicht nochmal wagt. Bevor ich mir Matcha gekauft habe, habe ich im Tee Gschwendner auch einmal probiert, ob mir das überhaupt schmeckt. Die haben meist eine Teestube, wo man sich Getränke bestellen kann. Der Matcha, den man da bekommt, ist auch eins der hochwertigsten den sie benutzen.
Ich liebe grünen Tee, deshalb war Matcha für mich geschmacklich nichts neues, auch wenn etwas Gewöhnungssache.

Ich habe zwei Matcha-Pulver, links im Bild ist das für ca. 16€, rechts das hat 28€ gekostet, beides von der Marke Aiya.

DSC_0676

Die Qualitätsunterschiede erkennt man sofort an der Farbe: je hochwertiger, desto saftiger ist das grün!

Und hier  ein Video dazu, wie man Matcha herstellt (das mit dem kalten Wasser vorher ist ein kleiner Insider-Tipp 😉 )

Ab morgen berichte ich dann auch mal endlich wieder etwas über Sport! Ich freu mich schon drauf! 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s