Tree of Tea & der gescheiterte Versuch einer Challenge

Hallo zusammen 🙂

Der schöne Herbst ist auch hier in Köln angekommen, leider aber mit Regen und Erkältung. Das kommt mir grade recht, wo doch in ein paar Wochen schon der Marathon ist. Aber eine gute Sache hat das ganze dann doch: die Wahrscheinlichkeit, dass ich kurz vor dem Marathon wieder krank werde ist gering 😀

Juli hat wirklich sehr schön formuliert, was so toll am Herbst ist, und genau so geht es mir auch.  Nichts geht über lange Spaziergänge an einem hellen, freundlichen Tag mit leichtem Wind, der das Laub von den Bäumen an dir vorbei ziehen lässt. Anschließend wärmt man sich zuhause unter einer Decke auf mit einem leckeren Tee… Ist das nicht schön! 🙂

Apropos Tee 🙂 Ich habe neulich eine Marke ausprobiert, die ganz neu auf dem Markt ist. Und zwar geht es um Tree of Tea. Tree of Tea ist eine Tochterfirma der mymuesli GmbH. Kurz zu mymuesli: bei mymuesli kann man sich aus vielen verschiedenen Müslis sein Lieblingsmüsli aussuchen und kaufen. Wen die Auswahl nicht anspricht, kann sich sein Müsli selbst zusammen basteln. Mymuesli waren die ersten ihrer Art, viele versuchen seither die Idee des „mix-dir-dein-eigenes-Produkt“ zu kopieren.
Die mymuesli Gruppe umfasste bis vor kurzem Müsli, frisch gepressten Orangensaft, Kaffee und Noats. Nun also auch Tee.
Von  Green Cup Coffee bin ich wirklich begeistert und wolllte unbedingt auch den Tee ausprobieren. Ich habe ein Probierset geschenkt bekommen von meinem Freund, bestehend aus grünem Tee, schwarzen Tee und Kräutertee. 

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Den grünen Tee und den Kräutertee habe ich schon getestet und muss sagen… es überzeugt einfach überhaupt nicht. Grünen Tee sollte man nur maximal 2 Minuten ziehen lassen, sonst ist er ungenießbar aufgrund der freigesetzten Bitterstoffe. Bei diesem Tee hatte ich einmal vergessen den Tee rauszuholen und ließ ihn 15 Minuten ziehen. Was ist passiert? Nichts. Man konnte den Tee trinken ohne sein Gesicht zu verziehen. Auf der einen Seite hat das was gutes, weil man keinen Timer stellen muss, aber meine Befürchtung ist: durch den langen Transportweg und die schlechte Dichtung hat der Tee viel an Aroma verloren. Er schmeckt gut, aber für den Geschmack kann ich mir auch Beuteltee kaufen.
Beim Kräutertee ist das sogar noch ein bisschen schlimmer: da schnitten Beuteltees schon besser ab bei mir weil sie intensiver im Geschmack waren.
Vielleicht liegt es auch an der Verpackung, denn die ist sehr dünnes Aluminium und gut isoliert sieht es auch nicht aus. Oder der Tee stand einfach viel zu lange in der Luft. Ich kann da nur Vermutungen anstellen.
Lasst deshalb lieber die Finger von diesem Tee, außer ihr wollt euch selbst davon überzeugen lassen, dass er zu mild ist.
Ich bin viel auf der Suche nach leckerem grünen Tee, weil der vom Tee Gschwendner ist mir zum Beispiel zu stark. Kaum lasse ich den Tee über 1.30 min ziehen, kann ich die 3. Tasse nicht mehr austrinken. Wenn ihr also einen leckeren losen grünen Tee kennt, immer her damit 😀

Nun aber ein paar Worte zu meiner Challenge. Ich hatte 8 Tage wirklich gut ausgehalten aber ich habe gemerkt, dass ich zugenommen habe in der Zeit. Ich weiß auch wirklich nicht woran das liegt, ich habe mich ja richtig ernährt. Die Challenge habe ich aber auch noch aus einem anderen Grund beendet: ich habe darüber nachgedacht warum ich mir das überhaupt antue. Wenn ich Lust auf Schokolade oder ein Stück Keks habe, dann will ich mir das auch genehmigen. Ich achte jetzt wieder darauf, dass ich nur an meinem Ausnahmetag wirklich ungesundes esse und in der Woche streng darauf achte, und damit komme ich gut klar. Deshalb hat mir die Challenge schon geholfen, indem ich mich wieder dazu aufraffen konnte nur noch am Wochenende ungesund zu essen!

Soviel heute von mir 🙂

eure Meltem

Reset-Button! Aber erst morgen…

Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich endlich wieder, hab ein paar stressige Wochen hinter mir, und das wird noch bis Mitte September so weiter gehen. Wie Julia das super formuliert hat, bin ich auch in einem Sommer-Loch gewesen bis gestern Abend. Keine Ahnung wie ich wieder auferstanden bin, aber ich musste mich einfach zusammen raffen. Solche Momente hab ich wirklich sehr selten, wo ich keinen Sport machen kann und will, und auch mit der Ernährung. Die Ernährung vor allem hab ich ziemlich schleifen lassen die letzten 2 Wochen, ich war froh, dass ich bloß eine Chips-Tüte zu Hause rum liegen hatte, wer weiß was sonst noch geschehen wäre in den eigenen vier Wänden. Das ist auch wirklich sehr untypisch für mich, vor allem hatte ich nicht mal Lust auf was fettiges oder süßes, und trotzdem hab ichs einfach gegessen.

Den Reset-Button wollte ich eigentlich heute schon betätigen, aber heute gibt es Pommes mit Veggie-Würstchen, und das will ich mir nach der doofen Klausur nicht entgehen lassen 😀

Aber heute wollte ich eigentlich mal über etwas schreiben, was ich liebe: Tee.

Und zwar nicht nur über irgendeinen Tee, nein, über die Königin des Tees: Matcha!

Matcha wurde vor über 800 Jahren von Mönchen erfunden für ihre Zeremonien. Matcha kommt aus Japan und heißt „gemahlener Tee“. Denn genau so sieht er auch aus: der Matcha ist ein sehr feines Pulver.

Matcha wird größtenteils nur in Japan hergestellt, denn dort kommt die beste Qualität her. Nur wenige Teebauern beherrschen die hohe Kunst der Matcha-Produktion. Von 78.000 Tonnen Matcha, die in Japan produziert werden, gehen gerade einmal 2420 Tonnen in den Export, da die Japaner selbst diesen Tee konsumieren und der Matcha hier erst seit den letzten 1-2 Jahren beliebter geworden ist.

Für Matcha werden die Blätter der Tencha-Teepflanze zu feinem Pulver gemahlen. Matcha gehört zu den Schattentees: Vier Wochen vor der Ernte werden die Teeplantagen mit Netzen oder Bambusmatten abgedeckt. Durch das reduzierte Sonnenlicht produzieren die Blätter mehr Chlorophyll, entwickeln ihre typische grüne Farbe und den feinen, frischen, leicht süßlichen Geschmack. Nach der Ernte behandeln die Bauern die Blätter mit Wasserdampf und trocknen sie. Vor dem Mahlen mit traditionellen japanischen Granitsteinmühlen werden die Blätter von Blattrippen und dem Strunk getrennt – nur der wertvollste Teil des Blattes wird zu Pulver verarbeitet.

Doch was macht den Matcha nun so besonders?
Matcha ist ein Wachmacher, er enthält relativ viel Koffein, ist also vergleichbar mit Kaffee. Nur gesünder, da es daneben noch viele Antioxidantien vorzuweisen hat. Die Wirkung des Koffeins ist nicht wie bei Kaffee ein „Schub“ den man hat und der darauf wieder abflacht, sondern der Effekt hält bei Matcha ca. 3-6 Stunden an.
Man sagt grünem Tee nach, dass er sehr gesund sei, das Krebs-Risko verringe, genau so auch beim schlank-werden hilft. Genau das selbe trifft auch auf den Matcha zu, nur um einiges verstärkter, da man beim Matcha nicht die Extrakte trinkt wie beim normalen aufgebrühten Tee, sondern das Pulver.
Klar hat das ganze auch seinen Preis, man zahlt 16€ aufwärts für eine Dose mit gerade einmal 30g. Ich persönlich trinke diesen Tee nicht unbedingt wegen seiner ganzen positiven Eigenschaften, sondern weil ich die Zeremonie beim zubereiten genieße. Sie kostet mich zwar nur höchstens 2 Minuten, aber es tut mir gut einfach da zu sitzen mit meiner handgefertigten Matcha-Schale. Ich denke der Tee ist auch eher etwas für Teeliebhaber, aber vielleicht haben wir unter uns ja noch andere außer mir?  🙂

Zeremonie:

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Man braucht einiges an Zubehör um Matcha zu machen: einen Bambus-Besen, den „Chasen“, einen Bambus-Löffel namens „Chashaku“ und eine Matcha-Schale, die ist aber nicht zwingend notwendig. Und was man nicht vergessen darf: Matcha-Pulver!

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Zuerst nimmt man mit dem Bambus-Löffel 1-2 Häufchen (siehe oben) und gibt sie in die Schale. Für einen perfekten Matcha gibt man danach ein klein wenig kaltes (!) Wasser hinzu und rührt mit dem Besen, bis alle Klumpen weg sind. Danach gibt man ca. 80°C heißes Wasser hinzu und rührt kräftig, bis sich oben eine Schaum-Schicht bildet. Fertig ist der Matcha!

Es gibt aber auch große Unterschiede in der Qualität der Matcha-Pulver, je hochwertiger der Matcha ist, desto mehr kostet er. Normalerweise würde man sagen, man fängt unten an und arbeitet sich hoch, nur beim Matcha ist das so eine Sache.. die qualitativ hochwertigeren schmecken viel milder als die günstigeren, daher kann es sein, dass man den günstigen für 16€ kauft und sich sagt „das schmeckt mir nicht“ und es nicht nochmal wagt. Bevor ich mir Matcha gekauft habe, habe ich im Tee Gschwendner auch einmal probiert, ob mir das überhaupt schmeckt. Die haben meist eine Teestube, wo man sich Getränke bestellen kann. Der Matcha, den man da bekommt, ist auch eins der hochwertigsten den sie benutzen.
Ich liebe grünen Tee, deshalb war Matcha für mich geschmacklich nichts neues, auch wenn etwas Gewöhnungssache.

Ich habe zwei Matcha-Pulver, links im Bild ist das für ca. 16€, rechts das hat 28€ gekostet, beides von der Marke Aiya.

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Die Qualitätsunterschiede erkennt man sofort an der Farbe: je hochwertiger, desto saftiger ist das grün!

Und hier  ein Video dazu, wie man Matcha herstellt (das mit dem kalten Wasser vorher ist ein kleiner Insider-Tipp 😉 )

Ab morgen berichte ich dann auch mal endlich wieder etwas über Sport! Ich freu mich schon drauf! 🙂